Warum meine Instagram-Stories jetzt Dankbarkeits-Stories sind

Früh aufstehen, Morgenroutine, mit dem Rad zum Co-Working Space, lecker Mittagessen und abends wieder zurück – meine Tage sehen zwar so ganz anders aus als noch vor einem Jahr, aber irgendwie ähnelt der eine doch irgendwie dem anderen. Ich finde das überhaupt nicht schlimm, weil mir gerade unfassbar Spaß macht, was ich hier so treibe. Aber ich habe gemerkt, dass es mir von Tag zu Tag schwerer fällt, meine Instagram Stories am Leben zu erhalten. Weil mir irgendwie der Mehrwert für dich gefehlt hat. Und deshalb hab ich mir jetzt was überlegt.

Ein Bild vom Stadtrad hier, ein Foto vom Laptop da, vielleicht sogar wieder ne kurze Aufnahme meiner Füße beim morgendlichen Tanzen durch die Wohnung. Oder doch lieber mal wieder ein Post meines Ingwer-Tees, diesmal aber aus ner anderen Perspektive und mit neuem Filter?

Schon nach knapp 2 Wochen merke ich, dass meine eigenen Instastories das Potential haben, mich zu langweilen. Und oh oh, Alarm Alarm. Wenn ich schon selbst keinen Bock mehr hab, mir zuzuhören – wie gehts dir dann wohl?

Mir ist in den vergangenen Tagen oft der Gedanke gekommen: wofür mach ich das eigentlich? Also klar, dieses ganze Ding hier im Großen und Ganzen, aber vor allem die Instastories. Um dich auf dem Laufenden zu halten und an meinem Alltag teilhaben zu lassen. Dir auf dem Weg die Möglichkeit zu geben, mich ein bisschen kennen zu lernen – und besser entscheiden zu können, ob du mich cool oder blöd findest.

Gut und schön, aber: was bringt dir das? Vor allem, wenn ich gerade eben nicht in Kolumbien oder sonst wo auf der Welt rumtingel und jeden Tag neue, spannende Dinge sehe und erlebe, sondern einen Alltag in Hamburg habe? Den ich mir zwar gerade so zusammenstelle, wie ich das will, aber der halt eben im Endeffekt auch nur Alltag ist.

Und ich glaube ehrlich gesagt: ziemlich wenig. Vielleicht etwas Unterhaltungswert. Aber wohl ziemlich wenig Mehrwert.

Dabei ist das einer meiner stärksten Antreiber: ich möchte dir mit dem, was ich tue, einen Mehrwert liefern. Anregungen geben. Dir Mut machen. Und dich inspirieren.

Deshalb ist mir diese Woche die Idee gekommen, aus meinen Alltags-Instastories etwas zu machen, was ich – hey wie kreativ – Dankbarkeitsstories nenne. Ich möchte Dinge mit dir teilen, für die ich dankbar bin. Das können Menschen sein, die mir begegnen. Ein leckeres Eis, das ich esse. Die Sonne die mir ins Gesicht scheint, eine schöne Nachricht. Erfolgserlebnisse, gute Neuigkeiten oder einfach nur der Fakt, dass ich mir erlaube, mein Leben nach meinen eigenen Regeln zu leben.

Du siehst: es sind oft kleine Dinge. Und auch die sind oft alltäglich. Leider. Denn das bedeutet, dass wir ganz oft vergessen, sie zu würdigen. Und, eben, dankbar für sie zu sein.

Wir sind so häufig auf das Negative auf uns herum fokussiert. Auf Zweifel, lange Warteschlangen, Ängste, die rote Ampel, die uns vom Weiterfahren abhält. Wir machen uns Sorgen über die Zukunft, hadern mit der Vergangenheit und lassen uns viel zu leicht nerven in der Gegenwart. Bewusst dankbar zu sein habe ich auf meiner Reise als unglaublich mächtiges Tool entdeckt, um glücklicher und zufriedener zu sein.

Ich muss allerdings zugeben, dass auch ich es in den vergangenen Wochen nicht mehr ganz so ernst genommen hab mit der Dankbarkeit. Habs son bisschen schleifen lassen. Daher habe ich vor ein paar Tagen den Punkt „Dankbarkeits-Ritual einführen“ auf meine To Do Liste geschrieben. Und die Vorstellung, ihn mit den neuen Dankbarkeitsstories erfüllen zu können, finde ich super. Du hoffentlich auch – vielleicht hast du ja auch meine 30 Tage Dankbarkeit verfolgt, zu denen ich ganz viele wunderbare Rückmeldungen bekommen habe.

Was Dankbarkeit denn jetzt eigentlich mit risk happiness und dem Verlassen deiner Komfortzone zu tun hat?

Eine ganze Menge. Wenn wir uns beschweren, nörgeln, jammern, meckern und uns irgendwie sehr vieles anders wünschen würden befinden wir uns in den meisten Fällen in einer ziemlich lauschigen Ecke unserer Komfortzone. Wir sehen uns als Opfer, dem blöde Dinge passieren. Mein Chef ist gegen mich, das Wetter und die Ampelschaltung auch, und sowieso gerade irgendwie das ganze Leben.

In der Opferrolle kann man es sich ziemlich schnell gemütlich machen – denn bequem ist es eh. Wir brauchen keine Verantwortung zu übernehmen, weil „ja sowieso alles doof ist“ und wir nichts ändern können. War ja klar, dass es genau an meinem freien Tag wieder regnet.

Sobald wir aber die Verantwortung für Dinge übernehmen, hat das Leben uns nicht mehr in der Hand, sondern wir tun aktiv etwas. Wir entscheiden. Die Erkenntnis aber, dass wir also doch irgendwie ziemlich viel Einfluss haben auf das, was uns so passiert und wie es uns geht, kann ziemlich unbequem sein. Denn irgendwie heißt das ja auch, dass wir selbst verantwortlich dafür sind, wenn wir unzufrieden sind. Und der Gedanke ist in der Komfortzone ganz schön ungern gesehen.

Dankbarkeit ist ein so simpler, aber unheimlich mächtiger Weg, Verantwortung für unsere Gedanken und Gefühle zu übernehmen. Natürlich kannst du nicht beeinflussen, dass es an deinem freien Tag regnet. Aber du kannst beeinflussen, was du damit machst. Du kannst den Tag gefrustet auf dem Sofa verbringen, alle 5 Minuten die Wettervorhersage checken und dich ärgern, dass es nicht besser werden soll.

Oder du bist dankbar dafür, dass du diesen freien Tag überhaupt hast. Dass du vielleicht durch das schlechte Wetter nun Zeit und Ruhe hast, Dinge zu tun, die du zu Hause eigentlich schon ewig mal machen wolltest. Das Fotoalbum vom letzten Urlaub. Die Küche ausmisten. Diesen einen Film gucken, der dir vor Ewigkeiten empfohlen wurde. An einem Nachmittag mitten in der Woche auf dem Sofa liegen – auch schön!

Du verstehst was ich meine?!

Mit meinen Dankbarkeitsstories will ich dir (und auch mir) helfen, den Fokus wieder mehr auf das Gute, das Schöne und das Positive zu legen. Denn gerade wir in unserer westlichen Welt haben so vieles, für das wir regelmäßig und immer wieder dankbar sein können.

Ich würde mich freuen, wenn du die Stories bei Instagram verfolgst – und natürlich noch mehr, wenn du mitmachst. Einfach deine Story oder dein Bild mit dem Hashtag #dankbarkeitsstory (und gerne natürlich auch #riskhappinessblog) versehen – ganz easy, tut nicht weh und macht mir eine Freude 🙂

Risk your own happiness und schreib genau JETZT drei Dinge auf, für die du gerade dankbar bist. Gerne natürlich auch in die Kommentare!!! Lasst uns hier ganz viel Dankbarkeit sammeln! ❤ ❤ ❤

 

 

 

4 Kommentare zu „Warum meine Instagram-Stories jetzt Dankbarkeits-Stories sind“

  1. Hallo Lisa,
    danke für Deinen Text. Das ist eine tolle Idee den instagram post dafür zu nutzen um sich zu bedanken.
    Und ja, das Eingeständnis dass man selbst dafür verantwortlich ist, dass man zufrieden ist, ist verdammt wichtig. Das kommt nicht von anderen.

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    1. Liebe Doro, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, sich selbst aktiv aus der Opferrolle rauszuholen ist nicht leicht, aber super wichtig und kann ganz ganz viel verändern. Genau so wie Dankbarkeit 🙂 Liebe Grüße, Lisa

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    1. Liebe Clarissa, danke dir! Natürlich möchte ich mit dem, was ich tue, meine Kreativität ausleben und Spaß dabei haben, aber vor allem möchte ich damit einen Mehrwert liefern – manchmal ist es schwierig abzuschätzen, inwieweit es tatsächlich für die anderen einen darstellt 😉

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